Aktueller Beitrag in der Rubrik "Über mich"


Der Beginn

Die Gründungsphase war sehr intensiv. Viele Themen wurden gleichzeitig angegangen. Dass ich schon viel auf meinem Lebensweg lernte und Wissen auf verschiedensten Gebieten habe, half sicherlich. Die Einstellung, offen gegenüber Neuem zu sein und meine Begeisterungsfähigkeit waren gute Voraussetzungen, ständig Lösungen für neue Fragestellungen zu finden. … Ja, sogar ständig selbst die Fragestellungen zu finden.

Ich bin überzeugt, dass die wichtigste Eigenschaft, die man in so einem großen Projekt haben muss, und die ich mir voller Stolz zuschreiben darf, die Eigenschaft ist, Fragen, Herausforderungen, Hürden, permanent zu erkennen, um dafür die passenden Lösungen zu entwickeln.


Wollen, Können, Machen.

Sicher konnte ich aus meiner Leidenschaft heraus ein gutes Produkt herstellen. Auch der Umgang mit anderen Menschen und meine Lust auf Zahlen, Auswertungen, Ableitungen und Finanzen, waren schon da. Für eine Selbständigkeit muss jedoch jedes Vorwissen weiter professionalisiert werden. Daher würde ich nicht das „Können“ an die erste Stelle der Kette stellen, sondern das „Wollen“. Aus dem richtigen „Wollen“ entsteht so viel Energie und Antrieb, dass daraus jedes „Können“ folgen wird. An vielen Punkten und kontinuierlich über die gesamte Zeit (des Lebens) bilde ich mich weiter.
Im Fall des kleinen Pizzaladens hieß das zB.: „Businessplan & Wirtschaftlichkeitsrechnungen“, „Buchführung“, „Finanzamt & Steuern“, „Innung & Berufsgenossenschaft“, „Kauf- & Mietverträge“, „Versicherungen & Vorsorge“, „Fahrzeug- & Eventstandentwicklung“, „Werbung, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit“, „Planung und Sicherstellung des Tages- und Betriebsablaufs“, „Routenplanung“ , „Qualitätsmanagement“ und vieles, vieles mehr. Sehr viel Recherche und der Austausch mit vielen Stellen und Ämtern sind natürlich selbstverständlich.
Da „Der kleine Pizzaladen“ kein Personalbüro, keine Vertriebsangestellten, keine … hat, oblag es mir, in jedes dieser Themen tiefer einzutauchen und es für das Unternehmen umzusetzen. Ich habe noch nie zuvor eine Website gebaut, eine Domain angemeldet, einen Webhoster als meinen Partner bezeichnet, … Doch auch das hat gut geklappt und Zuspruch und Aufträge die zu und über meine Homepage kommen, bestätigen das.
Das „Machen“ ist der sichtbarste Part, der mich durch das gleichzeitige Stattfinden von „Wollen“ und „Können“ ein erfolgreiches, kleines Ein-Mann-Unternehmen aufbauen ließ. Dabei kommt das „Machen“ ja nicht am Ende einer Kette. Vielmehr ist die Umsetzung jeder Idee, jedes Verfolgen eines Gedanken, schon der Beginn des „Machens“.
Das „Wollen“ kann bildlich als der Kern, als die Energiequelle, gesehen werden. „Können“ und „Machen“, befeuern sich dabei ständig gegenseitig, treiben sich weiter an und bekommen doch immer ihre Energie vom Kern des Ganzen.

Persönliche Weiterentwicklung und Ansichten

In den nun eineinhalb Jahren der erfolgreichen Gründung und Selbständigkeit habe ich mir so viel Erfahrung erarbeitet und geholt, dass ich damit sicherlich in vielen Bereichen weiterhin erfolgreich und glücklich sein werde. Als Geschäftsführer hatte ich den Überblick, das große Ganze und die Geschäftsentwicklung in der Verantwortung. Ebenfalls zuständig für jeden Teilbereich, behielt ich alle Details und nächste Schritte im Blick und steuerte diese.


Was hat mir so unglaublich gut gefallen, an der Arbeit mit meiner eigenen kleinen Firma ?

Darüber habe ich auch oft nachgedacht und finde darauf viele Antworten. Sicherlich der authentische Umgang mit all den Leuten. Ob Gäste, Interessenten, Auftraggeber, Geschäftspartner, ob während der Arbeit oder privat angesprochen, meine offene, ehrliche und natürliche Art brachte ich zu einhundert Prozent ein. Alle schätzten es, dass ich so rüberkam, so sprach, mich so gab, wie ich bin. Es war so wohltuend und schenkte dem oft langem Arbeitstag eine Leichtigkeit und bei all der Verantwortung eine gewisse Gelassenheit, so zu sein, wie ich bin.

Über die ganze Zeit hinweg, bestätigte sich auch, dass die Verantwortung, die ich trug, ein toller Aspekt meiner Unternehmensführung war. Entscheidungen treffen zu dürfen und zu sehen, was diese Entscheidung bewirkt, was aus dieser Entscheidung geworden ist, ist (und das schreibe ich mit einem Lächeln) – „eine coole Sache“. Natürlich kam es auch vor, dass eine Entscheidung nach einiger Zeit korrigiert werden musste. Dies zu erkennen und zu handeln, ist ja ebenfalls eine Entscheidung die mich wiederum stolz macht. Dass es den kleinen Pizzaladen zuvor nicht gab, sondern von mir von Null ab geschaffen wurde und daraus ein Betrieb wurde, der sich in allen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen positiv darstellt, zeigt, dass meine Leitung erfolgreich war.

Gebraucht, geschätzt und gemocht zu werden sind am Tag der Action emotionale Gründe, dieses Unternehmen zu führen. In meiner Zeit am Wochenmarkt und bei den vielen Events, Festen und Veranstaltungen zu denen ich mit meinen Leistungen gebucht wurde, kam ich mit hunderten Menschen zusammen. Vom Kinderkrippenalter bis hochbetagt und alles dazwischen. Mitmenschen, wirklich jeglichen Alters durfte ich in unglaublich hoher Anzahl begegnen und glücklich machen. Regelmäßig Stammkunden immer näher kennenlernen und Neukunden begeistert gewinnen. Dankbar und gern war ich auf den Veranstaltungen zu denen ich exklusiv gebucht wurde. Geburtstage, Hochzeiten, Nachbarschaftsfeste, städtische Veranstaltungen, Feste von Familienbetrieben und mittelständischen Unternehmen bis hin zu Auftritten beim Dax Konzern. All diesen Menschen zu begegnen und sie in positiver Erinnerung zu behalten, sie vielleicht im Leben mal wieder zu treffen, ist ein Schatz, den ich mir mein ganzes Leben lang im Herzen bewahren kann.

Und jetzt ? Ist etwas passiert …? Die PizzaApe ist zerstört.

Ein lauter Knall ! Was war passiert ? Ahhh ! Es ist laut um mich herum, um das Fahrzeug herum, in dem ich sitze. Es fällt ! Überschlägt sich ! Alles ist aus ! Das ist ernst ! Das wird schlimm ! Ist jetzt alles aus ?
Das waren so meine ersten Eindrücke, als ich in meinem „kleinsten Foodtruck der Welt“ gerade aus auf einer Landstraße fuhr und aus dem Nichts die konzentrierte Ruhe abrupt endete. Auf dem Weg zu einer Veranstaltung, zu der meine Leistungen mit der netten süßen PizzaApe gebucht waren, rammte von hinten kommend, ein Kleinbus/Transporter mein Dreirad, meine Idee. Und jetzt ? - Die PizzaApe ist zerstört und ein Totalschaden.
Nach kurzer Zeit im Krankenhaus und Genesung zu Hause kamen dann noch ganz neue Aufgaben hinzu, mit denen ich auch nicht vorher gerechnet habe. Themen mit Polizei, Anwalt, Gutachtern, Versicherung, Zulieferern, Berufsgenossenschaft und weiteres … Auch das bewältige ich und schaffe ich.
Wie es mit dem kleinen Pizzaladen weitergeht und ob es weitergeht ist ungewiss.
Sicher ist, dass ich viel kann. Sicher ist, dass ich weiterhin Neues dazu lernen kann und will. Sicher ist, dass mir der selbst erarbeitete Stolz aus all dem Geschafften, immer erhalten bleiben wird.

Aus dieser Sicht und aus dieser Stärke, wird es weitergehen. Solange es mich gibt, ist das ganze Potential für meine Zukunft da.

 
 
 
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